Laufende Promotionen


Einfluß der Muskeldehnung auf die Kraftentwicklung bei Gesunden und Parkinsonpatienten


Gundula Tautenhahn, Dr. Michael Jöbges, Dr. Caroline Renner, Prof. Dr. Horst Hummelsheim

 

In der Rehabilitation von Parkinsonpatienten wird der Behandlung der verminderten Kraft der Extremitäten bisher wenig Aufmerksamkeit zuteil. Dabei wurde diese Kraftminderung bereits von James Parkinson als integraler Bestandteil des Parkinson Syndroms beschrieben. Analog zu einer 2002 von Ada et al. veröffentlichten Arbeit an Schlaganfallpatienten soll diese Untersuchung beleuchten, ob in unterschiedlichen Ausgangspositionen die Kraft bei Parkinsonpatienten gegenüber einem gesunden Kontrollkollektiv gemindert ist.


Untersucht wird die Flexion und Extension im Ellenbogengelenk. Es erfolgt eine isometrische Kraftmessung. Eine speziell entworfene Messanordnung ermöglicht die Einstellung von maximaler Flexion bis zur maximalen Extension in 20° Schritten.

 


Repetitives Training komplexer Bewegungen der oberen Extremität unter Nutzung von Shaping-Elementen

 

Katharina Stupka, Dr. Hartwig Woldag, Prof. Dr. Horst Hummelsheim

 

In einer kontrollierten Studie wurde die Effektivität eines repetitiven Trainings komplexer Bewegungen der oberen Extremität überprüft, bei dem die Patienten aufgefordert wurden, die Bewegungen so präzise wie möglich durchzuführen (Woldag et al., 2003). Diese Studie konnte keinen Vorteil im Vergleich zur hausüblichen Therapie belegen. Diese Studie soll nun wiederholt werden, mit dem Unterschied, dass die Patienten aufgefordert werden die Bewegungen so schnell wie möglich durchzuführen. Gleichzeitig wird das Gewicht des zu bewegenden Gegenstandes in Abhängigkeit des Paresegrades bzw. der Funktionserholung erhöht. Somit wird der Patient stets an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit beübt (Shaping). Der direkte Vergleich mit der oben genannten Studie soll den Einfluss der Instruktionen an den Patienten und des Shapings auf die Effektivität therapeutischen Übens nachweisen.

 


Üben isometrische und isotonische Kontraktionen einen differentiellen Einfluss auf die intrakortikale Fazilitation und Inhibition des motorischen Systems aus?

 

Katrin Pomrehn, Dr. Hartwig Woldag, Prof. Dr. Horst Hummelsheim

 

Die repetitive willkürliche Aktivierung der von einer zentralen Lähmung betroffenen Muskulatur im Rahmen einfacher Bewegungen stellt ein entscheidendes Element für die Funktionserholung in der neurologischen Rehabilitation dar. In einer im NRZ Leipzig durchgeführten Studie an gesunden Probanden und Schlaganfallpatienten konnte gezeigt werden, dass isometrische und isotonische Kontraktionen den gleichen Summeneffekt auf die Exzitabilität des motorischen Kortex ausüben. Damit ist jedoch noch nicht geklärt, ob es nicht doch zu einer differentiellen Beeinflussung insbesondere der intrakortikalen Inhibition kommen könnte. In einer Studie an Gesunden und an Schlaganfallpatienten mit zentraler Parese der oberen Extremität soll dieser Frage unter Nutzung der transkraniellen Doppelpulsmagnetstimulation nachgegangen werden.